Irena Sendler: Die Retterin der Ghetto-Kinder

Sie hatte ein starkes Unrechtsempfinden und ein großes Herz: Die Polin Irena Sendler empört sich schon als Studentin über Diskriminierung gegen jüdische Studierende. Auch ihr Herz gehört einem jungen jüdischen Mann: Obwohl Irena verheiratet ist, verliebt sie sich in ihren Kommilitonen Adam.

Nach dem Überfall der Nazis auf Polen denkt Irena gar nicht daran, sich den Besatzern unterzuordnen. Gemeinsam mit einem Netzwerk von Helfer:innen organisiert sie erst Hilfs- dann Rettungsaktionen für jüdische Mitbürger:innen. Als die Nazis die jüdische Bevölkerung ins Warschauer Ghetto sperrt, betätigt sich Irena erst als Schmugglerin, bald evakuiert sie jüdische Kinder aus dem Ghetto.

Babies werden in Reisetaschen und Werkzeugkisten versteckt, Kleinkinder kauern unter Wäsche- oder Gemüselieferungen, Teenager

Ihre Hilfsaktionen bringen sie in ständige Lebensgefahr. Doch selbst als die Gestapo Irena 1943 verhaftet, sie brutalen Verhören und Folter unterzieht, bleibt sie standhaft. Irena verrät weder ihre Helfer:innen, noch das Ausmaß ihrer Hilfsaktionen. Die Gestapo hat keine Ahnung, dass Irena der Kopf einer Widerstandszelle ist, die 2500 jüdische Kinder aus dem Warschauer Ghetto rettet.

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Literatur und Links

Noras Podcast „Was Denkst Du Denn“
Noras Podcast „Die Anachronistin“
Bianca Walthers Podcast „Streifzüge durch die Frauengeschichten“
Kathryn J. Atwood: „Women Heroes of World War II“ (32 Porträts, geschrieben für Jugendliche, leichtes Englisch)
Tilar J. Mazzeo „Irenas Liste“
Mehr zum Aufstand im Warschauer Ghetto
Eintrag zu Irena Sendler bei der Gedenkstätte Yad Vashem
Das US-Projekt „Life in a Jar“

Foto: gemeinfrei

Ab 6. Oktober

Ab 6. Oktober: „Paris 1926. Neun Frauen zwischen Salon und Bühne“

„Paris erschien mir schon immer als die einzige Stadt, in der man leben und sich so entfalten kann, wie man möchte“, fand die Autorin und Salonnière Natalie Barney. Sie und viele andere Frauen machten die Metropole an der Seine in den Zwanzigern zu einem Ort der Freiheit und der Kunst. Die amerikanische Literatin Gertrude Stein hielt Hof, Tamara de Lempicka schuf ihre Art-Deco-Gemälde, der raue Gesang von Kiki de Montparnasse hallte durch die Nacht. Mein neues Buch trifft neun Frauen, für die das Jahr 1926 in Paris ein besonderes Jahr war. „Paris 1926. Neun Frauen zwischen Salon und Bühne“ erscheint am 6. Oktober als e-book. Details folgen.

Im Oktober 2025 ist mein Kinderbuch „Königinnen“ erschienen. Kinder ab 10 Jahren lernen 50 Herrscherinnen kennen, die Kulturen und ganze Epochen beeinflussten. Mit dabei sind berühmte Frauen wie Kleopatra und Maria Theresia von Österreich, aber auch kaum bekannte Frauen wie  Orompoto und  Ranavalona I. von Madagaskar. Die wunderbare Gestaltung hat Illustratorin Kristina Kister übernommen. „Königinnen“ ist bei den Buchhändler*innen eures Vertrauens erhältlich oder hier:

Mein 2023 erschienenes Buch „Nicht Nur Heldinnen“ gibt es seit Juli 2025 im Taschenbuch-Format. Bestellbar bei Buchhändler*innen deines Vertrauens oder direkt bei Herder.

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