Sie hatte ein starkes Unrechtsempfinden und ein großes Herz: Die Polin Irena Sendler empört sich schon als Studentin über Diskriminierung gegen jüdische Studierende. Auch ihr Herz gehört einem jungen jüdischen Mann: Obwohl Irena verheiratet ist, verliebt sie sich in ihren Kommilitonen Adam.

Nach dem Überfall der Nazis auf Polen denkt Irena gar nicht daran, sich den Besatzern unterzuordnen. Gemeinsam mit einem Netzwerk von Helfer:innen organisiert sie erst Hilfs- dann Rettungsaktionen für jüdische Mitbürger:innen. Als die Nazis die jüdische Bevölkerung ins Warschauer Ghetto sperrt, betätigt sich Irena erst als Schmugglerin, bald evakuiert sie jüdische Kinder aus dem Ghetto.

Babies werden in Reisetaschen und Werkzeugkisten versteckt, Kleinkinder kauern unter Wäsche- oder Gemüselieferungen, Teenager

Ihre Hilfsaktionen bringen sie in ständige Lebensgefahr. Doch selbst als die Gestapo Irena 1943 verhaftet, sie brutalen Verhören und Folter unterzieht, bleibt sie standhaft. Irena verrät weder ihre Helfer:innen, noch das Ausmaß ihrer Hilfsaktionen. Die Gestapo hat keine Ahnung, dass Irena der Kopf einer Widerstandszelle ist, die 2500 jüdische Kinder aus dem Warschauer Ghetto rettet.

Links zur Episode:

Noras Podcast „Was Denkst Du Denn“

Noras Podcast „Die Anachronistin“

Bianca Walthers Podcast „Streifzüge durch die Frauengeschichten“

Kathryn J. Atwood: „Women Heroes of World War II“ (32 Porträts, geschrieben für Jugendliche, leichtes Englisch)

Tilar J. Mazzeo „Irenas Liste“

Mehr zum Aufstand im Warschauer Ghetto

Eintrag zu Irena Sendler bei der Gedenkstätte Yad Vashem

Das US-Projekt „Life in a Jar“


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